Online-Casinos: Warum richten sich DrückGlück, Wunderino & Co. nur an Spieler in Schleswig-Holstein?

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Das Wichtigste in Kürze

Weitere Ergebnisse der Befragung will Blienert heute bei einer Konferenz in Berlin vorstellen. Blienert sagte dem Redaktionsnetzwerk, die Werbung für Glücksspiel, Alkohol und Tabak werde heute viel kritischer gesehen als noch vor zehn oder 15 Jahren. Da habe sich in der Einstellung cas bestes online casino auszahlung der Bevölkerung vieles verändert. „Umso wichtiger ist es, dass wir auch in der Politik endlich eine ernsthafte Debatte führen, wie viel Werbung wir uns für Alkohol, Tabak und Glücksspiel leisten können und leisten wollen“, sagte er. Die Werbung für derartige Produkte berge ein hohes Risiko, fügte der SPD-Politiker hinzu: „Werbung für Alkohol, Tabak und Glücksspiel hat erhebliche Auswirkungen darauf, wie viele Menschen mit diesen Angeboten ein Problem bekommen.“ Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Anmelden und Kommentar schreibenBitte beachten Sie unsere Richtlinien.

Fall / Parteien Streitgegenstand Gericht / Datum Entscheidung (Kernaussage)
Wettbewerbszentrale vs. Sportwettenanbieter XY TV-Werbung vor 21:00 Uhr mit prominentem Testimonial LG Köln, 2023 Werbung unzulässig, Verstoß gegen zeitliche Beschränkung und JuSchG
Privatperson vs. Online-Casino Irreführende Werbung ("kostenlose Spins") OLG Frankfurt, 2024 Werbung war irreführend, Schadensersatzansprüche möglich
GGL vs. Unlizenzierter Auslandsanbieter Werbung auf deutschen Websites ohne deutsche Lizenz Verwaltungsgericht Wiesbaden, 2024 Bußgeld verhängt, Zugangssperren für Website angeordnet
Land Hessen vs. Rundfunkanstalt Zulässigkeit von Glücksspielwerbung im öffentlich-rechtlichen Radio OVG Kassel, 2023 Werbung ist grundsätzlich zulässig, muss aber strengen Regeln folgen

Private Unternehmen machen sich das liberalisierte Gewerberecht der ehemaligen DDR zu Nutze und führen Sportwetten zu festen Quoten auch in Deutschland ein. Wie ist es eigentlich dazu gekommen, dass in Deutschland Sportwetten-Werbung so sichtbar ist und aggressiv beworben wird? Wie konnten Anbieter von illegal angebotenen Online-Wetten Sponsoren von Fußball-Vereinen und -Verbänden werden? Wer sich mit diesen Fragen beschäftigt, taucht in eine recht komplizierte Welt aus deutschem Föderalismus, EU-Recht, Lobbyarbeit und verfehlter Glücksspielpolitik ein. Wir geben hier einen gut verständlichen Überblick, zeichnen im Zeitstrahl die Meilensteine mit ihren Auswirkungen nach und erklären, warum die Situation heute so ist, wie sie ist. Werbung für Online-Sportwetten gibt es in Deutschland schon seit deren Aufkommen Ende der 1990er-Jahre. Um zu verstehen, wieso zu manchen Zeiten aber niemand so recht einschätzen konnte, ob eine solche Vermarktung nun erlaubt ist oder nicht, hilft ein kleiner Einblick in die juristische Geschichte der Online-Sportwetten in Deutschland. Das Chaos um Rechtmäßigkeiten, Lizenzvergaben und die Frage nach der Berechtigung eines staatlichen Monopols auf Online-Sportwetten führte in eine rechtliche Grauzone.

Werbung für linzenzfreie Online-Glücksspiele

Sein Geld verdient der 25-Jährige mit Klamotten, Werbung und Streams, in denen er sich beim Online-Glücksspiel filmt. Er veröffentlichte mehrere Beiträge, wie er in dem virtuellen Casino Stake teilweise Tausende Euro verspielt. Mehrere dieser Clips sind mit Hinweisen wie „Anzeige“ oder „Werbung“ gekennzeichnet. Stake hatte jedoch keine Erlaubnis, in Deutschland Glücksspiel anzubieten, wie die „WirtschaftsWoche“ berichtete. Eine solche Genehmigung können Firmen mit Sitz außerhalb Europas nicht bekommen.

B. Werbung durch Influencer

Das Unternehmen hinter Stake hat seinen Sitz auf der Karibikinsel Curacao. Der Essener Strafverteidiger Sinan Akcakaya, der auch Influencer vertritt und sich mit Glücksspiel beschäftigt, geht davon aus, dass 99 Prozent der Glücksspielanbieter in Deutschland illegal sind. Zwischen 6 und 21 Uhr ist auch Werbung für legale Anbieter verboten. „Als Influencer muss ich genau aufpassen, für wen ich wie und wann werbe.“Lesen Sie auch: Die Abgründe der Influencer-ÖkonomieVerstöße gibt es immer wieder. „Da wird auf dem Rücken von Minderjährigen und Spielsüchtigen viel Geld gemacht“, sagt Akcakaya. In dieser haben sogenannte „unregulierte Anbieter“ jahrzehntelang uneingeschränkt gemacht, was sie wollten.

Fachlich freigegeben am

Diese könnten nachvollziehen, ob jemand Videos nachträglich bearbeitet hat. „Das sind IT-Forensiker, die das in seitenlangen Gutachten bewerten, eine rein technische Frage“, sagt Akcakaya. Hätte Bielecki den Strafbefehl akzeptiert, wäre er vorbestraft gewesen. Das Amtsgericht Tiergarten folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft und setzte die Geldstrafe auf 120 Tagessätze zu je 4000 Euro fest. Ab 91 Tagessätzen gilt man cas online casino mit bitcoin als vorbestraft.

2. Glücksspielbegriff in Vergleichsstaaten

Grundlage für die Höhe des Strafbefehls sind laut Staatsanwaltschaft „die Bekundungen des Angeschuldigten, der 2022 auch als Markenbotschafter einer Erotikmesse fungierte, zur Höhe seiner Einnahmen in sozialen Medien, bei denen zu seinen Gunsten noch ein Abschlag vorgenommen wurde“, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Mit dieser Erotikmesse Venus ist Bielecki nach wie vor verbunden. Nach dem ersten Prozesstag rief er einem offenbar Bekannten zu: „Wir sehen uns auf der Venus.“Lesen Sie auch: Das sind die erfolgreichsten Influencer der WeltTransparenzhinweis: In einer früheren Version des Artikels hieß es, dass eine Entscheidung in der glücksspielstrafrechtlichen Angelegenheit am 11. April bevorstehe. Diesen Termin hatte die Staatsanwaltschaft der Redaktion mitgeteilt. Online-Sportwetten: Faktisch erst seit Oktober 2020 rechtlich reguliert Erst seitdem es jedem Anbieter von Online-Sportwetten möglich ist, eine deutsche Lizenz zu beantragen, kam die juristische Klarheit – also erst mit Einführung des Dritten Glücksspieländerungsstaatsvertrages zum 1. Januar 2020. Damit gehört die rechtliche Grauzone, in der sich Online-Sportwettanbieter lange Zeit in Deutschland bewegt haben, der Vergangenheit an.

Kurz und knapp:

Tatsächlich wurde an diesem Tag in einem anderen Verfahren gegen Ron Bielecki verhandelt. In einer früheren Version des Artikels hieß es außerdem, Werbung für Glücksspiel im Internet sei zwischen 6 und 22 Uhr verboten. Tatsächlich ist sie nur bis 21 Uhr nicht erlaubt. Wir bitten darum, die Fehler zu entschuldigen. Berlin – Eine Mehrheit der Menschen in Deutschland will Werbung für Glücksspiel und Lotterien generell verbieten.

Werbung mit Vorteilen (Boni, Rabatte)

Das geht aus einer Umfrage im Auftrag des Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Burkhard Blienert (SPD), hervor. Sie liegt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland nach eigenen Angaben in Auszügen vorab vor. Demnach befürworten 57 Prozent der Befragten ein generelles Werbeverbot. 66 Prozent seien der Ansicht, dass beim Fußball das Sponsoring durch Sportwettenanbieter untersagt werden sollte. 70 Prozent wünschten sich zumindest weitere Werbebeschränkungen für Sportwetten im Fernsehen und im Internet. Momentan gilt: Nur, wer eine gültige Lizenz für den deutschen Markt erworben hat, darf hierzulande legal Sportwetten anbieten und dafür werben. Erste Erlaubnisse für (Online-)Sportwettanbieter cas poker glucksspiel deutschland wurden im Oktober 2020 vergeben. Der Sonderfall Schleswig-Holstein wird unten genauer beschrieben. Wichtige Meilensteine finden sich auch in der Zeitleiste. Ende 1990er Jahre Die Online-Wettbranche wird sichtbar. Die ersten Anbieter wie bwin (damals betandwin) oder bet-at-home kommen auf den unregulierten Markt in Deutschland. 1999 Oddset wird – auch als Reaktion auf die Aktivitäten der Privatunternehmen – als staatliches Angebot von Online-Sportwetten erstmals in Bayern angeboten, ein Jahr später auch bundesweit. Oddset wird – auch als Reaktion auf die Aktivitäten der Privatunternehmen – als staatliches Angebot von Online-Sportwetten erstmals in Bayern angeboten, ein Jahr später auch bundesweit. Januar 2005 Der sogenannte „Sportwett-Skandal“ um Schiedsrichter Robert Hoyzer erschüttert die deutsche Fußball-Landschaft. Es ist der auch öffentlich sichtbarste Auswuchs der Verknüpfung von Spielmanipulation und Sportwettbetrug. Der sogenannte „Sportwett-Skandal“ um Schiedsrichter Robert Hoyzer erschüttert die deutsche Fußball-Landschaft. 2006 Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) fällt ein aufsehenerregendes Urteil: Behandelt wurde die Verfassungsbeschwerde einer Buchmacherin aus München, die auch Sportwetten zu festen Quoten anbieten bzw. ins Ausland vermitteln wollte. Das BVerfG rügte die derzeitige Ausgestaltung des Wettmonopols. Es sei nicht am Ziel der Suchtbekämpfung ausgerichtet.

Akteur / Modell Aktivitätsbeschreibung Rechtliche Risiken Vorgeschriebene Kennzeichnung
Social Media Influencer Bewerbung von Wettanbietern auf Instagram, YouTube, Twitch Verstoß gegen Jugendschutz, falls junge Follower; Irreführung "Werbung" oder "#ad" muss klar sichtbar sein
Affiliate-Partner Vermittlung von Kunden gegen Provision über eigene Websites/SEO Haftung für illegale Werbeinhalte, Mitverantwortlichkeit Transparenz über Provisionsmodell (oft im Impressum)
Sportvereine / -verbände Sponsoringverträge mit Wettanbietern (Trikotwerbung, Stadion) Verbot von Werbung in Stadien (außer Rennstrecken), Imagewerbung Keine spezielle, aber Vereinbarungen öffentlich

Insbesondere die ausufernde Werbung und das breite Vertriebsnetz wurden kritisiert.

Mittelbare Werbewirkung für ".com"-Domains ohne Glücksspiellizenz in Deutschland

Oft bekommen die Streamer einen Anteil an den Einnahmen der Glücksspielanbieter. Bielecki soll laut Staatsanwaltschaft „von Oktober 2021 bis Mai 2022 51 Mal an illegalen Glücksspielen bei Online-Casinos“ teilgenommen und „jedenfalls 37 Mal auf den von ihm betriebenen Kanälen auch Werbung für diese“ gemacht haben. Bieleckis Anwalt sagt, auf den Sequenzen, die Bielecki live auf Twitch streamte, seien „keine Links zu Casino-Seiten vorhanden“ gewesen. Mitschnitte der Streams seien später von Bielecki unbekannten Personen „mit einem Wasserzeichen mit Links zu Glücksspielseiten“ versehen worden, „um den Eindruck zu erwecken, Bielecki werbe dafür“. Die so manipulierten Videos seien auf YouTube-Kanälen hochgeladen worden, mit denen Bielecki in keinerlei Verbindung stehe.

1. Glücksspielbegriff im Unionsrecht

An der Argumentation von Bieleckis Anwalt, die Videos seien manipuliert worden, hat Strafverteidiger Akcakaya Zweifel. „Die abgebildete Werbung passt genau zu den Spielzügen von ihm, die er selbst kommentiert.“ Akcakaya weist darauf hin, dass eine detaillierte Einschätzung ohne Akteneinsicht schwierig sei und er sich an den hochgeladenen YouTube-Videos orientiere. „Bei diesen Videos sieht man eine sogenannte Slot Machine, die Herr Bielecki jeweils kommentiert.“ Eine nachträgliche Bearbeitung sei eher unwahrscheinlich. Trotzdem: Die Staatsanwaltschaft muss Bieleckis Schuld zweifellos beweisen. Und dazu dürfte sie in diesem Fall auf ein Gutachten von IT-Experten zurückgreifen müssen. Es stellte den Gesetzgeber vor die Wahl entweder am Monopol festzuhalten oder den Markt zu öffnen. Solle am staatlichen Wettmonopol festgehalten werden, müsse es konsequent am Ziel der Bekämpfung von Wettsucht und der Begrenzung der Wettleidenschaft ausgerichtet werden.

  • Werbeverbote in Stadien und auf Trikots von Profivereinen
  • Einschränkungen für Werbung in regionalen Amateursportligen
  • Diskussionen über ein vollständiges Sponsoring-Verbot im Sport
  • Ausnahmeregelungen für Lotto- und Toto-Werbung

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) fällt ein aufsehenerregendes Urteil: Behandelt wurde die Verfassungsbeschwerde einer Buchmacherin aus München, die auch Sportwetten zu festen Quoten anbieten bzw. ins Ausland vermitteln wollte. 1. Januar 2008 Der Staatsvertrag zum Glücksspielwesen in Deutschland (GlüStV) tritt in Kraft: Nur noch staatliche Sportwetten sind erlaubt, Online-Glücksspiele sind komplett verboten.

  • Regulierung von Online-Casino-Werbung durch den neuen Glücksspielstaatsvertrag
  • Verpflichtende Altersverifikation in der Online-Werbung
  • Verbot von irreführenden Werbeversprechen wie "garantierter Gewinn"
  • Beschränkungen für Werbung in sozialen Medien und Influencer-Marketing

Auch Werbung wurde ausgeschlossen: In § 5 Abs. 3 GlüStV heißt es: „Werbung für öffentliches Glücksspiel ist im Fernsehen, (…) im Internet sowie über Telekommunikationsanlagen verboten.“ 1.